Schlagwort: Web 2.0

Private Aktivitäten in Social Networks beeinflussen die Reputation im Berufsleben

Mit der verstärkten Nutzung von Social Networks wächst auch das Interesse von Arbeitgebern und Personalverantwortlichen an Web 2.0-Plattformen. Die Profile von Mitarbeiter und Bewerbern können oftmals einfach aufgerufen und »kontrolliert« werden. Nichtsahnende Nutzer von Social Networks (z. B. studiVZ, Wer-kennt-wen?, Facebook, MySpace, XING etc.) erleben in Bewerbungsgesprächen mitunter eine böse Überraschung, wenn sie mit – freigegebenen – privaten Angaben zur eigenen Person konfrontiert werden.
Ob die deutschsprachigen Internet-Nutzer ihre privaten Daten schützen und ob sie sich dieser »Beobachtung« bewusst sind – das wurde im Rahmen der W3B-Studie befragt.

Statements zur Nutzung von Social Networks

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Social Networks werden überwiegend privat genutzt

Nur 16% aller deutschsprachigen Internet-Nutzer kennen keine Social Networks, weit über die Hälfte (57%) verwendet studiVZ, Facebook & Co. Inzwischen nutzen 28% Social Networks sogar wöchentlich und häufiger.

Nutzungsintensität von Social Networks

Im Rahmen der W3B-Studie wurden die deutschsprachigen Nutzer nach den Motiven bei der Verwendung von Social Networks befragt. Private Aktivitäten stehen dabei deutlich im Vordergrund, vor allem das Wiederfinden (66%) und Pflegen (50%) bereits bekannter Kontakte sind die Hauptmotive für die Nutzung von Social Networks.

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studiVZ ist führend bei der aktiven Social Network-Nutzung, verliert jedoch Anwender

Die Bedeutung von Social Networks ist auch im Jahr 2008 weiterhin gestiegen. 28% aller Internet-Nutzer bewegen sich inzwischen regelmäßig in studiVZ, Facebook, XING und Co (»wöchentliche Nutzer von Social Networks«). In den letzten Wochen haben sowohl das Business-Angebot LinkedIn als auch das private Network Bebo deutsche Versionen gelauncht und wollen damit auf dem deutschen Markt für Bewegung sorgen.

Am beliebtesten ist nach wie vor studiVZ. Über ein Viertel der regelmäßigen Social Network-Anwender nutzt studiVZ wöchentlich und häufiger. Auf Platz zwei befindet sich das Business-Netzwerk XING (21%), gefolgt vom Newcomer des Jahres 2008, Wer-kennt-wen.de (15%).

Aktive Nutzung von Social Networks im Vergleich

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Nutzung von Micro-Blogging-Diensten wie Twitter und Jaiku

Micro-Blogging-Dienste wie Twitter oder Jaiku sind zu Jahresbeginn in aller Munde. Barack Obama hat seinen Wahlkampf mit einem eigenen Twitter-Account bestritten und seine Amtsvereidigung wurde mit den Twitter-Diensten von Hunderten von Micro-Bloggern verfolgt und kommentiert. Die Nachricht von einer Notlandung eines Airbus auf dem New Yorker Hudson River wurde durch einen Twitterer in alle Welt getragen. Sind Twitter, Jaiku und Co. der nächste große Internet-Hype?

Nutzer können beim Micro-Blogging SMS-ähnliche Kurznachrichten veröffentlichen und sie ihren Lesern bereit stellen. Damit können die Anwender befreundete Nutzer (die »Follower« der eigenen Nachrichten) auf dem Laufenden halten. Twitter und Jaiku sind zur Zeit die populärsten Anbieter des Micro-Bloggings – mit Pownce hat im Dezember 2008 ein großer Anbieter seinen Dienst beendet. Micro-Blogging wird zunehmend auch in bestehende Web 2.0-Angebote eingebaut. So kann zum Beispiel bei XING, Facebook und studiVZ inzwischen eine so genannte »Statusmeldung« verfasst werden – ein Dienst der Twitter & Co. recht nahe kommt.

Bereits im Frühjahr 2008 wurde durch Fittkau & Maaß die Bekanntheit und Nutzung von Micro-Blogging-Diensten im deutschsprachigen Raum analysiert. Das Ergebnis: Nur jeder fünfte Internet-Anwender kennt Micro-Blogging-Dienste wie Twitter und Jaiku, nur etwa 2% der Befragten geben an, selbst solche Services zu nutzen.

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Produktbewertungen beeinflussen Kaufentscheidungen

Im Web 2.0 boomt der »User generated content« (UGC) – und dass nicht nur bei den unzähligen und zumeist unbedeutenden privaten Weblogs, sondern auch im Bereich E-Commerce. Immer mehr Online-Plattformen für Nutzermeinungen und -beurteilungen entstehen, auf denen Nutzer (fast) alles bewerten können, was sie käuflich erworben haben: Vom Toaster bis zur Urlaubsreise. Und die Online-Kunden machen regen Gebrauch von der Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Waren, Dienstleistungen und Anbietern an andere Nutzer bzw. Kaufinteressenten weiterzugeben. Doch schenken potentielle Kunden diesem unkontrolliert, nicht redaktionell erstellten Content, tatsächlich Vertrauen? Die Antwort lautet: Ja! Die Bedeutsamkeit des Internet für Kaufentscheidungen wird somit weiter untermauert.

Online-Nutzer vertrauen auf Nutzer-erstellte Produktbewertungen

Das Vertrauen der Internet-Nutzer in Produktbewertungen anderer Nutzer ist erstaunlich groß, so ein Ergebnis der aktuellen W3B-Studie. Es sind jeweils über 40% der Nutzer, die Nutzer-erstellte Bewertungen zu Produkten, Hotels oder Shops vertrauen. Allein Wikipedia-Einträge erzielen mit 58% einen noch höheren Wert hinsichtlich der Glaubhaftigkeit.

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