Chatbots stoßen bei jedem Zweiten auf Ablehnung

Chatbots haben Zukunft, dass steht außer Frage. Die Möglichkeiten der intelligenten Mensch-Maschine-Kommunikation per Text- oder Spracheingabe werden Kundendialog und Kundendienst in den nächsten Jahren grundlegend beeinflussen. Doch wie schnell sollten Website- und Webshop-Betreiber auf diesen Trend reagieren? Akzeptieren bzw. erwarten ihre Besucher und Kunden Chatbots bereits als Kontaktweg – oder würde man sie damit möglicherweise sogar abschrecken?

Im Rahmen der W3B wurden über 1.500 Online-Käufer zum Thema Chatbots befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Käufer dem Thema zurzeit noch mit großer Zurückhaltung begegnen. Zwar geben die meisten Befragten (ca. 90%) an, dass ihnen Chatbots durchaus bereits bekannt sind – eine Nutzung für den Dialog auf Websites/Webshops kommt jedoch nur für wenige in Frage.

Wenn es um die Kommunikation mit Webshop- und Website-Betreibern geht, bevorzugt die große Mehrheit (drei Viertel) der deutschen Online-Käufer heute ganz klassisch die Korrespondenz per E-Mail oder Online-Formular – mit »echten Ansprechpartnern«. Auch das persönliche Gespräch via Callcenter/Telefon steht weiter hoch im Kurs; gut 40% nutzen dies gern als Kommunikationsweg. Immerhin jeder fünfte Online-Kunde möchte per Chat mit Website- bzw. Webshop-Betreibern in Kontakt treten. Ganz anders sieht es bei den Chatbots aus: Über diese wollen bislang lediglich 4% der Online-Käufer gern kommunizieren.

E-Mail oder Telefon werden Chatbots vorgezogen

Kunden ziehen die Kommunikation via E-Mail oder Telefon Chatbots vor

Anonymität im Internet gewünscht

Informationen über Verhalten und persönliche Profile von Internet-Nutzern sind für viele Unternehmen ein zentraler Baustein ihres Geschäftsmodells. Dabei wird die kostenfreie Nutzung einer Website gegen die Anonymität der Nutzer bzw. deren Nutzerdaten »getauscht«. Oder letztere werden von den Webshop- und Website-Betreibern gezielt eingesetzt, um die eigenen Angebote zu optimieren und/oder um werbetreibenden Dritten eine gezielte Ansprache ihrer Kunden zu ermöglichen.
Meist wird dabei eine Vielzahl an Daten gespeichert und über mehrere Websites aggregiert, um so möglichst genaue Profile der Nutzer erstellen zu können.

Längst ist diese Praxis im Internet gang und gäbe – wir fragten daher im Rahmen der W3B-Umfrage nach, was deutsche Internet-Nutzer darüber denken, wie wichtig ihnen eine anonyme Nutzung des Internets ist und wie sie zu der Speicherung sowie kommerziellen Verwendung ihrer Daten stehen.

Anonymität im Netz ist den meisten wichtig, doch nur wenige glauben daran

Für über 60 % der von W3B befragten Online-User ist es wichtig, das Internet auch anonym nutzen zu können. Doch nur knapp nur jeder Vierte hält Anonymität im Netz für grundsätzlich möglich und machbar.

Anonymität im Internet von Mehrheit erwünscht

Viele sehen die Thematik eher skeptisch. So stufen insgesamt 75 % die Sicherheit persönlicher Daten vor möglichem Missbrauch im Netz als problematisch ein. Und auch den eigenen Kenntisstand schätzen viele kritisch ein: Knapp über die Hälfe weiß nicht, wo und welche Daten über sie im Internet gespeichert sind.

Smartphone ausschalten macht den Alltag angenehmer

Smartphones sind überall und fast immer angeschaltet. Im Bus, beim Bäcker, auf dem Gehweg oder im Restaurant. Dennoch: Die große Mehrheit der Internet-Nutzer – und auch Smartphone-Besitzer selbst – fände es durchaus angenehmer, wenn mehr Leute ihr Smartphone dann und wann einfach einmal in der Tasche ließen.

Der Alltag wäre angenehmer, würden mehr Leute ihr Smartphone ab und zu ausschalten

Der Meinung, dass der Alltag ab und zu ohne Smartphone angenehmer wäre, sind rund drei Viertel (74 Prozent) der im Herbst 2015 befragten Internet-Nutzer.

Smartphone einfach einmal ausschalten

Fitness-Apps von jedem 3. Smartphone-User genutzt

Die Sommersaison steht vor der Tür – doch bei manchem ist die Strandfigur noch in weiter Ferne. In dieser Situation verspricht – wieder einmal – das allgegenwärtige Smartphone Abhilfe.

Zahlreiche Apps bieten sich an, um Fitness- und Ernährungspläne und -vorsätze zu unterstützen. Auf iPhones ist die Health-App bereits vorinstalliert, speziell für Android-Smartphones wurde die Gesundheits-App Google Fit entwickelt. Doch wer macht von diesem App-Angebot tatsächlich Gebrauch?

Fitness-Apps für junge Smartphone-Nutzer als Fitness-Coach

Die W3B-Studie befragte 2.600 deutsche Smartphone-Besitzer und fand heraus: Immerhin jeder dritte Smartphone-User (32,9 %) nutzt auf seinem mobilen Gerät mindestens eine App aus dem Bereich Fitness, Gesundheit und Ernährung.

Es zeigt sich, dass vor allem für junge Internet-Nutzer ihr Smartphone ein beliebter Fitness-Coach ist. Während in der Gruppe der 30- bis 50-Jährigen in etwa jeder dritte Fitness-Apps nutzt, sind es bei den Unter-20-Jährigen deutlich über zwei Drittel. Unter den Silver-Surfern dagegen ist lediglich ca. jeder fünfte Nutzer.

Jeder dritte Smartphone-Besitzer nutzt Fitness-Apps

Jeder fünfte Fernseher ist nur Second Screen

Ob Second Screen oder First Screen, Bildschirme und Displays sind in den Alltag fest eingebunden – Computer, Laptops, Tablet PCs und Smartphones sind in nahezu jedem Haushalt allgegenwärtig. Nur natürlich, dass diese Displays neben dem Griff zum Getränk oder Backwerk auch bei der beliebtesten Freizeitbeschäftigung der Deutschen, dem Fernsehen, nicht fehlen dürfen.

Auf die Frage, ob die deutschen Internet-Nutzer am gestrigen Tag ferngesehen haben, antworteten 82 % mit »Ja«. Die Mehrheit war durch mindestens einen weiteren Bildschirm abgelenkt, nur bei weniger als jedem Zweiten (43 %) kam dabei dem Fernsehgerät die ungeteilte Aufmerksamkeit zu.

57 % nutzen beim fernsehen einen Second Screen - Laptop und Smartphone am häufigsten