Smartphone ausschalten macht den Alltag angenehmer

Smartphones sind überall und fast immer angeschaltet. Im Bus, beim Bäcker, auf dem Gehweg oder im Restaurant. Dennoch: Die große Mehrheit der Internet-Nutzer – und auch Smartphone-Besitzer selbst – fände es durchaus angenehmer, wenn mehr Leute ihr Smartphone dann und wann einfach einmal in der Tasche ließen.

Der Alltag wäre angenehmer, würden mehr Leute ihr Smartphone ab und zu ausschalten

Der Meinung, dass der Alltag ab und zu ohne Smartphone angenehmer wäre, sind rund drei Viertel (74 Prozent) der im Herbst 2015 befragten Internet-Nutzer.

Smartphone einfach einmal ausschalten

Interessanterweise ist dieses Ergebnis keineswegs allein auf Smartphone-Nicht-Nutzer und -Kritiker zurückzuführen – sondern vielmehr auch auf die aktiven Besitzer bzw. Nutzer selbst: Unter den Besitzern von Smartphones sind es mehr als 70 Prozent, die es begrüßen würden, wenn Smartphones im Alltag weniger präsent wären. Unter Nicht-Smartphone-Besitzern beträgt dieser Anteil 82 Prozent.

Mit dem Smartphone immer erreichbar sein? Eher belastend als erleichternd

Die Ergebnisse des aktuellen W3B-Report zeigen in aller Deutlichkeit das ambivalente Verhältnis der User gegenüber ihrem allgegenwärtigen Begleiter Smartphone. So schätzt die große Mehrheit der Befragten die Vorzüge der Smartphone-Nutzung, wie z. B. die Erleichterung des Alltags (rund vier Fünftel) sowie die Zeitersparnis (über die Hälfte).

Auch nehmen viele Befragte die ständige Erreichbarkeit per Smartphone als großen Vorteil wahr: Immerhin 37 Prozent sagen aus, dass es ein gutes Gefühl sei, per Smartphone immer erreichbar zu sein. Dennoch sind es wesentlich mehr Personen, welche diese permanente Erreichbarkeit kritisch sehen: Dem Statement »Es ist belastend, per Smartphone rund um die Uhr erreichbar zu sein« stimmen mit 56 Prozent deutlich mehr als die Hälfte der Befragten zu.

Das bedeutet: die ständige Erreichbarkeit ist aus Sicht der befragten Internet-Nutzer und Smartphone-Besitzer wesentlich stärker negativ denn positiv besetzt.

Smartphones, die hilfreichen, lästigen Begleiter

Always On ist somit ein Thema, das uns auch weiterhin begleiten wird. Mit der fortschreitenden technologischen Weiterentwicklung der Endgeräte und den zunehmenden Bandbreiten wird die Smartphone-Nutzung immer attraktiver werden – und damit das Abschalten vermutlich immer schwieriger. Der aktuelle W3B Report Mobile Commerce untersucht das Thema aus Nutzersicht.

Fitness-Apps von jedem 3. Smartphone-User genutzt

Die Sommersaison steht vor der Tür – doch bei manchem ist die Strandfigur noch in weiter Ferne. In dieser Situation verspricht – wieder einmal – das allgegenwärtige Smartphone Abhilfe.

Zahlreiche Apps bieten sich an, um Fitness- und Ernährungspläne und -vorsätze zu unterstützen. Auf iPhones ist die Health-App bereits vorinstalliert, speziell für Android-Smartphones wurde die Gesundheits-App Google Fit entwickelt. Doch wer macht von diesem App-Angebot tatsächlich Gebrauch?

Fitness-Apps für junge Smartphone-Nutzer als Fitness-Coach

Die W3B-Studie befragte 2.600 deutsche Smartphone-Besitzer und fand heraus: Immerhin jeder dritte Smartphone-User (32,9 %) nutzt auf seinem mobilen Gerät mindestens eine App aus dem Bereich Fitness, Gesundheit und Ernährung.

Es zeigt sich, dass vor allem für junge Internet-Nutzer ihr Smartphone ein beliebter Fitness-Coach ist. Während in der Gruppe der 30- bis 50-Jährigen in etwa jeder dritte Fitness-Apps nutzt, sind es bei den Unter-20-Jährigen deutlich über zwei Drittel. Unter den Silver-Surfern dagegen ist lediglich ca. jeder fünfte Nutzer.

Jeder dritte Smartphone-Besitzer nutzt Fitness-Apps

Kaufentscheidung in der Multi Device-Welt

Smartphones und Tablet PCs boomen, ein Ende ist nicht in Sicht. Zwar stagnieren einigen Umsatzstatistiken zufolge die Tablet-Verkäufe mittlerweile, die Verbreitung von Smartphones dagegen nimmt stetig weiter zu. Immer deutlicher zu bemerken sind die Auswirkungen mobiler Endgeräte auf Nutzungsszenarien, Kaufentscheidungen und Einkaufsverhalten im Internet. Die relativ homogenen, hinreichend erforschten Nutzungssituationen an stationären Endgeräten werden durch eine zunehmende Fragmentierung abgelöst.

Kaufentscheidung per Smartphone spontaner

So ist z. B. die Intensität der Kaufvorbereitung davon abhängig, mit welchem Endgerät gekauft bzw. gebucht wird. Während sich bei den Einkäufern per PC, Laptop und Tablet jeweils über drei Viertel der Käufer vorab informierten, waren es bei Smartphones weniger als zwei Drittel. Der Kauf per Smartphone erfolgt demnach häufiger spontan als bei anderen Geräten.

Per Smartphone wird häufiger spontan gekauft

Smart Home interessiert Mieter sowie Eigenheimbesitzer

2015 könnte das Jahr sein, in dem das Thema Smart Home endgültig Fahrt aufnimmt: Die Vernetzung von Haustechnik und -geräten nimmt immer weiter zu. Ob Licht, Heizung, Belüftung, Fernseher: Alles kann via Internet kontrolliert und gesteuert werden – sei es mobil per Smartphone und Tablet oder zu Hause mit dem Computer.

Anbieter von Smart Home-Technologien bauen auf großes Nachfragepotential – und das zu Recht: Den Ergebnissen des W3B Report Smart Home – Connected Home zufolge, für den Fittkau & Maaß Consulting über 3.500 deutsche Internet-Nutzer befragte, ist jeder zweite Online-Nutzer an deren Einsatz interessiert.

Interesse am Smart Home

Dabei sind Smart Home-Interessenten nicht nur unter Eigenheimbesitzern zu finden – auch für Mieter ist das Thema durchaus relevant. Unter den Smart Home-Interessenten befinden sich tatsächlich ebenso viele Mieter wie Eigentümer: Insgesamt 52 % der befragten Smart Home-Interessierten leben in einer Mietwohnung bzw. einem gemieteten Haus – 48 % besitzen eine eigene Wohnung bzw. ein eigenes Haus.

Smart Home-Interessenten: 52 % sind Mieter, 48 % Eigenheimbesitzer

Smart Home verspricht Sicherheit und Komfort

Smart Home oder Connected Home – die digitale Vernetzung von Haustechnik, technischen Geräten und Alltagsgegenständen über das Internet zählt zu den Trendthemen dieses Jahres.

Aktuellen Prognosen zufolge gelten die Technologien des Smart Home als Wachstumsmarkt – über Geschwindigkeit und Höhe des Wachstums werden gleichwohl die Nachfrager entscheiden. In einen umfassenden Reality Check des Themas aus der Perspektive aktueller und potentieller Smart Home-Anwender wurden 3.500 deutsche Internet-Nutzer hierzu befragt.

Smart Home für jeden zweiten Nutzer interessant – jeder vierte hat Vorbehalte

Das Smart Home für weite Nutzerkreise bereits die Schwelle von der Vision zur Wirklichkeit überschritten – gleichzeitig können bzw. wollen manche Zielgruppen mit diesem Thema noch gar nichts anfangen.

Besonders großes Interesse besteht in der Internet-Nutzerschaft daran, elektronische Geräte im Haushalt (z. B. Fernseher, DVD-Player, Waschmaschinen) mit dem Internet zu vernetzen: 58 % der befragten Online-Nutzer gaben an, dass sie Technologien dieser Art gern einsetzen möchten oder sogar bereits aktiv nutzen. Knapp jeder fünfte Befragte hat schlichtweg kein Interesse daran; in etwa ebenso viele geben an, dass die Nutzung für sie »grundsätzlich nicht in Frage kommt«.

Auch der Anteil der Interessenten an vernetzter Wohnungs- bzw. Haustechnik (z. B. Heizungs-, Lüftungs-, Alarmanlagen, Beleuchtung) ist mit knapp 50 % durchaus beachtlich. Allerdings fällt hier der Anteil der Ablehner größer aus – er liegt bei gut 25 %.

Leben im Smart Home für viele Online-Nutzer attraktiv