Schlagwort: Nutzerverhalten

RSS-Feeds: Der Hype von Gestern

In diesen Tagen ist der Microblogging-Dienst Twitter in aller Munde. Kritiker und Freunde des Angebotes diskutieren eifrig, ob und wie sich der Dienst in Zukunft entwickeln wird. Dieser Hype erinnert etwas an die Diskussionen um die RSS-Technologie vor einigen Jahren. Wem dieser Begriff jedoch auf Anhieb nichts sagt, befindet sich in guter Gesellschaft, denn so geht es etwa einem Viertel der deutschsprachigen Internet-Nutzer.

So genannte RSS-Feeds fassen neue Inhalte einer Web Site kurz mit Überschrift und einem Textauszug zusammen. Interessierte Nutzer können diesen Service abonnieren und werden auf diese Weise immer über die Neuigkeiten einer Web Site informiert. Im Rahmen der 27. W3B-Stude hat Fittkau & Maaß über 100.000 deutschsprachige Internet-Nutzer zum Umgang mit RSS-Feeds befragt.

Nutzung von RSS-Feeds
Nutzung von RSS-Feeds

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Ein Leben ohne Internet: Kaum vorstellbar!

Die meisten Internet-Nutzer können sich ein Leben ohne das WWW nicht vorstellen, das ergibt eine Auswertung der 27. W3B-Studie vom Herbst 2008. So gehört das Internet für 80% der befragten Nutzer bereits zum alltäglichen Leben dazu und ist für 84% der Befragten eine informative Hilfe in fast allen Lebenslagen. Auch dem klassischen Einkaufsbummel in der Fußgängerzone steht das Internet inzwischen bezogen auf die Beliebtheit in nichts mehr nach. 55% der Befragten geben an, lieber ihre Einkäufe im WWW zu tätigen, als den Weg in die Handelsgeschäfte zu nehmen. Die Möglichkeiten des Preis- und Produktvergleichs und der Luxus der Lieferung bis in die heimischen vier Wände überzeugen immer mehr Internet-Nutzer. Beratung und Service können auch im Internet überzeugen, und wenn dies nicht der Fall ist, tut es der bessere Preis.

Online-Einkauf vs. klassischem Einkauf

Das WWW dient also schon lange nicht mehr nur dem reinen kommunikativen Zeitvertreib, sondern wird mehr und mehr – trotz Hindernisse und Störfaktoren wie Spams, unzureichende Datensicherheit und aufdringlicher Werbung – zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft.

Nutzung von Micro-Blogging-Diensten wie Twitter und Jaiku

Micro-Blogging-Dienste wie Twitter oder Jaiku sind zu Jahresbeginn in aller Munde. Barack Obama hat seinen Wahlkampf mit einem eigenen Twitter-Account bestritten und seine Amtsvereidigung wurde mit den Twitter-Diensten von Hunderten von Micro-Bloggern verfolgt und kommentiert. Die Nachricht von einer Notlandung eines Airbus auf dem New Yorker Hudson River wurde durch einen Twitterer in alle Welt getragen. Sind Twitter, Jaiku und Co. der nächste große Internet-Hype?

Nutzer können beim Micro-Blogging SMS-ähnliche Kurznachrichten veröffentlichen und sie ihren Lesern bereit stellen. Damit können die Anwender befreundete Nutzer (die »Follower« der eigenen Nachrichten) auf dem Laufenden halten. Twitter und Jaiku sind zur Zeit die populärsten Anbieter des Micro-Bloggings – mit Pownce hat im Dezember 2008 ein großer Anbieter seinen Dienst beendet. Micro-Blogging wird zunehmend auch in bestehende Web 2.0-Angebote eingebaut. So kann zum Beispiel bei XING, Facebook und studiVZ inzwischen eine so genannte »Statusmeldung« verfasst werden – ein Dienst der Twitter & Co. recht nahe kommt.

Bereits im Frühjahr 2008 wurde durch Fittkau & Maaß die Bekanntheit und Nutzung von Micro-Blogging-Diensten im deutschsprachigen Raum analysiert. Das Ergebnis: Nur jeder fünfte Internet-Anwender kennt Micro-Blogging-Dienste wie Twitter und Jaiku, nur etwa 2% der Befragten geben an, selbst solche Services zu nutzen.

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