Digitaler Assistent nur Ersatz für die Musikanlage?

Ein digitaler Assistent hält als smarter Lautsprecher immer häufiger Einzug in unsere Wohnzimmer. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz leistet er unseren Anweisungen in natürlicher Sprache Folge. Seine Aufgabe soll es sein, uns den Alltag zu erleichtern: Er kann zur Stimmung passende Beleuchtung einschalten, Einkaufslisten pflegen, Geschenke bestellen und vieles mehr. Und in nicht allzu ferner Zukunft soll er uns nicht nur dienen, sondern sich wie ein guter Bekannter mit uns unterhalten können.

Ein digitaler Assistenten als neuer Mitbewohner

Die aktuell populärsten Geräte heißen Amazon Echo, Google Home oder Apple HomePod, die dahinter stehenden die Technologien Alexa (Amazon), Google Assistant und Siri (Apple).

Stand heute befindet sich bei 7% der Internet-Nutzer ein digitaler Assistent im Haushalt. Über eine Anschaffung denkt gut jeder Fünfte nach. Weit größer ist jedoch das Lager der Ablehner: Für mehr als 70% kommt ein digitaler Assistent nicht in Frage. Ein Drittel der deutschen Internet-Nutzer lehnt sie sogar kategorisch ab.

Digitaler Assistent Besitz und Interesse

Zentrale Aufgaben der digitalen Assistenten

Dabei hat ein smarter Lautsprecher aus Sicht der Internet-Nutzer vorrangig zwei zentrale Funktionen. Zum einen das Steuern von Musikanlagen, Radio und TV, zum anderen das Abrufen von Informationen. Daneben spielt auch das Schreiben von Einkaufs-, Terminlisten u. ä. eine Rolle.

Auffällig ist, dass die Einsatzbereiche digitaler Assistenten sehr unterschiedlich eingeschätzt werden – je nachdem, ob der Befragte bereits einen smarten Lautsprecher besitzt oder nicht. Interessanterweise stufen Besitzer digitaler Assistenten deren Einsatzspektrum deutlich geringer ein als Personen, die noch kein solches Gerät besitzen. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit scheint hier eine deutliche Lücke zu klaffen.

Digitaler Assistent Verwendung und Einsatzbereich

Bei einem Großteil der deutschen Internet-Nutzer ist ein grundlegendes Misstrauen gegenüber digitalen Assistenten in den eigenen vier Wänden spürbar. Jeder Zweite würde sich belauscht oder gar ausspioniert fühlen. Auch das Thema ungewollter Bestellungen ist präsent. Für ein Drittel der Nutzer stellt dies ein Manko dar.

Digitaler Assistent Gründe für Ablehnung

Digitale Assistenten heute und morgen

Die Hype um die digitalen Assistenten ist immens. Viele Anbieter sehen große Potenziale in der Integration ihrer Technologien in Alltagsprodukte. Ob und welche weiteren Funktionen neben dem Musikhören in Zukunft eine relevante Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten. Um den Weg für einen bahnbrechenden Erfolg der Technologie zu ebnen, sind jedoch auf Seite der Nachfrage noch einige Bedenken aus dem Weg zu räumen.

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