Willkommen bei der W3B-Umfrage

Vom Anfang Oktober bis Ende November 2016 war es wieder so weit - die 43. W3B-Umfrage wurde durchgeführt. Alle WWW-Nutzer waren wieder eingeladen, ihre persönliche Meinung zu aktuellen Online-Themen zu äußern.

Die Gewinner wurden Mitte Dezember benachrichtigt.

Wearables – Trend oder Hype?

Über Wearables wie Smartwatches und Fitness-Armbänder wird aktuell im Internet überall berichtet. Daher haben wir Rahmen der W3B Studie befragten wir dazu mehr als 11.000 deutsche Online-Nutzer, ob die Euphorie für die neuen Technologien von ihnen geteilt wird.

Wearables, am Handgelenk getragene Computer, dienen meist zusammen mit einem Smartphone u. a. als Internet-Zugangsgerät oder Fitness-Monitor. Im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit und ihr Einsatzspektrum haben sie in den letzen beiden Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht.

Zahlreiche Anbieter arbeiten an neuen Modellen mit einem erweitertem Funktionsspektrum. In Kürze soll auch die iWatch von Apple erscheinen und etablierten Marken wie Garmin, Jawbone und Samsung Konkurrenz machen. Insgesamt gehen jedoch die Expertenmeinungen zu den Erfolgsaussichten der Wearables – wieder einmal – weit auseinander.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen klar, dass die Gruppe der Besitzer von Wearables in Deutschland noch sehr überschaubar ist: Weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent) nutzt bereits eine Smartwatch; bei Fitness-Armbändern sind es nur unwesentlich mehr, nämlich 1,4 Prozent.

Dennoch, die Zielgruppenpotentiale für Wearables sind durchaus beachtlich. Immerhin geben insgesamt rund 30 Prozent der deutschen Internet-Nutzer an, an der Nutzung einer Smartwatch und/oder eines Fitness-Armbands interessiert zu sein.

Smartwatches: Noch wenige Besitzer, aber viele Interessenten

Der Kreis der Smartwatch-Interessenten fällt mit 24 Prozent geringfügig größer aus als der der Fitness-Armband-Interessierten. Vor allem junge, technologie- und trendaffine Männer zählen zu den aktuellen Smartwatch-Nutzern und -Interessenten.

Eine Smartwatch nutzt bereits weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent)

Einkaufsabbruch, wenn gewünschte Zahlungsart fehlt

Der mit rund 30 % der am häufigsten genannte Grund für einen Einkaufsabbruch – ein vom Online-Einkäufer bereits begonnener Kaufvorgang in einem Webshop – ist das Fehlen der gewünschten Zahlungsart. Komplizierte Bestellvorgänge, technische Probleme sowie Schwierigkeiten, das gewünschte Produkt im Webshop zu finden, verhindern letztlich den Abschluss eines Einkaufs.

Das Fehlen der gewünschten Zahlungsart ist häufigster Grund für einen Einkaufsabbruch in einem Webshop

Lebensmitteleinkauf am häufigsten bei Amazon

Der Lebensmitteleinkauf im Internet nimmt fahrt auf. Supermarktbetreiber wie REWE und EDEKA haben ihre virtuellen Ladentüren weit geöffnet und erfreuen sich ansehnlicher Käuferströme. Allerdings trifft dies vor allem auf die internationalen Big Player, allen voran Amazon, zu: Hier haben bislang die meisten Internet-Nutzer ihre Online-Lebensmitteleinkäufe getätigt. Wird der Lebensmittelverkauf online etwa den Big Playern des Internets überlassen?

Interesse am Lebensmitteleinkauf bei fast 40 %

Lebensmittel zählen zu den wenigen Produkten im deutschen Markt, deren Vertrieb – von einigen Ausnahmen abgesehen – bisher (noch) nicht nennenswert durch den Internet-Handel beeinflusst wurde. Den Umfrageergebnissen der aktuellen W3B Studie zufolge besteht auf Seiten der Nachfrager ein beachtliches Interesse: Ein Fünftel der deutschen Internet-Nutzer hat schon online Lebensmittel eingekauft (die meisten davon bereits mehrfach), ein weiteres Sechstel zählt zum Kreis der auf Einkauf interessierten.

Jeder Fünfte kauft Lebensmittel im Internet, jeder Sechste ist interessiert

Aufdringliche Werbung hat Folgen

Das Phänomen kennt fast jeder Internet-Nutzer: Gestern hat man die Website einer bestimmten Marke besucht oder sich über ein Produkt in einem Webshop informiert – ab heute scheinen einen passende Produktempfehlungen und Werbeanzeigen im Internet geradezu zu verfolgen.

Wiederholt ausgelieferte Online-Werbung kann höchst wirksam sein, wenn es darum geht, potentielle Online-Kunden gezielt zu motivieren, ein bestimmtes Produkt online zu bestellen. Doch den positiven Effekten von Kampagnen dieser Art können auch ausgesprochen negative Auswirkungen gegenüberstehen: Etwa, wenn ein Kunde von dem so aktiv beworbenen Produkt eigentlich gar nicht so begeistert ist – oder wenn es der Werbedienstleister mit der Häufigkeit der Erinnerungen zu »gut« meint.

Zu aufdringliche Werbung wird von vielen Internet-Nutzern abgelehnt

Wie Internet-Nutzer auf Online-Werbung reagieren, die ihnen mehrfach im Internet »begegnet« und auffällt, untersucht der neue W3B Report »Werbung im Internet und Mobile Web«, für den über 6.000 deutsche Online-Nutzer befragt wurden.

»Angenommen, Ihnen begegnet auf verschiedenen Websites mehrmals hintereinander immer wieder die gleiche Werbung eines bestimmten Webshops (z. B. für ein konkretes Produkt oder Sonderangebot). Wie reagieren Sie?«

Die Antworten der Nutzer zeigen deutlich, dass wiederholt angezeigte Online-Werbung neben großen Potentialen auch Risiken birgt: Mehr als jeder dritte Internet-Nutzer (35 %) gibt an, dass er sich durch Werbung dieser Art »sehr gestört« fühle. Die meisten (60 %) zeigen lediglich neutrale bis gelangweilte Reaktionen. Immerhin fast 5 % sagen aus, dass sie sich über diese Erinnerung an gesehene Produkte und Angebote freuen.

Zu aufdringliche Werbung stört 35 % der Internet-Nutzer

Smart Home – Mehrheit der Internet-Nutzer interessiert

Angeboten rund um das »Smart Home« sind reichlich vorhanden. Zahlreiche Unternehmen offerieren ihre Produkte und Lösungen für »intelligent« vernetzte Haustechnik und -geräte an. Immer wieder kommen neue innovative Anbieter hinzu – oder werden, wie kürzlich die amerikanische Firma Nest Labs, von größeren übernommen. Auch in Deutschland ist der Markt seitens der Anbieter in Bewegung – jedoch bei weitem noch nicht erschlossen. Die Zukunftschancen werden wie üblich von der Nachfrageseite bestimmt.

Grundsätzlich ist die Bereitschaft der Nutzer, sich mit dem Smart Home auseinanderzusetzen, ausgesprochen hoch: Nur ca. jeder Fünfte äußert grundlegendes Desinteresse. Über drei Viertel der befragten deutschen Internet-Nutzer (78 %) stehen jedoch der Nutzung von Smart Home-Technologien grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Vor allem in jungen Altersgruppen finden sich viele Interessenten, ebenso unter den trendorientierten Usern. Ein hohes Preisbewusstsein dagegen ist offensichtlich kein Treiber für das Interesse am Thema Smart Home.

Smart Home hat Potential: Mehr als drei Viertel der Internet-Nutzer interessieren sich für mögliche Anwendungen