Nicht aus allen Wolken gefallen:
Internet-Nutzern ist »Cloud Computing« längst bekannt

Mit dem Thema »Cloud Computing« wissen die allermeisten deutschen Internet-Nutzer schon seit langem etwas anzufangen: Der Bekanntheitsgrad der via Internet nutzbaren, web-basierten Programme liegt bereits seit drei Jahren bei deutlich mehr als 90 %.
Auch die tatsächliche Nutzung von web-basierten Diensten hat sich auf hohem Niveau etabliert. Zwar lassen die Ergebnisse der W3B-Studie keine Wachstumstendenzen bei der Nutzung erkennen – dessen ungeachtet nutzt heute immerhin gut ein Drittel der Internet-Nutzerschaft (35 %) diese Services. Gut ein weiteres Viertel (27 %) setzt web-basierte Anwendungen zumindest gelegentlich ein.

Die meistgenutzten Cloud-Angebote sind dabei ganz klar die web-basierten E-Mail-Dienste (wie z. B. GMX FreeMail oder Yahoo! Mail). Sie werden von 41 % der deutschsprachigen Internet-Nutzer ca. einmal pro Woche eingesetzt. Es folgen web-basierte Officeanwendungen sowie Online-Virenscanner mit je ca. 12 % wöchentlichen Anwendern.
Keine herausragende Rolle spielt hingegen bislang die Online-Speicherung von Backups bzw. Daten in einer »Cloud«: Lediglich 5 % der befragten Internet-Nutzer machen von dieser Möglichkeit ca. einmal pro Woche Gebrauch. Weitere 5 % tun dies ca. einmal pro Monat.

Die Nutzerschaft der Online-Datenspeicherung ist somit heute (noch) eine sehr überschaubare Gruppe. Diese Woche stellt Apple offiziell seinen »iCloud«-Service vor, welcher in das Betriebssystem iOS 5 integriert ist. Wird es Apples iCloud gelingen, diesen Bereich zu revolutionieren? Wird das Cloud Computing durch Apple zum Massen-Phänomen? Gefragt sind hier nutzerorientierte Angebote: Was die Anwender heute an web-basierten Programmen schätzen, ist vor allem deren einfache Verfügbarkeit. Auch die leichte Bedienbarkeit sowie die geringen Kosten sind aus Nutzersicht attraktiv.

Der W3B-Report »Nutzungsverhalten« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.

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