Viele Online-Einkäufe werden abgebrochen, wenn die gewünschte Zahlungsart fehlt

Fast jeder Internet-Einkäufer hat schon einmal einen Online-Kauf abgebrochen und seinen gefüllten Warenkorb an der virtuellen Kasse stehen gelassen. Die Ursachen dafür sind vielfältig – doch ein Grund wird ganz besonders häufig genannt: Die meisten Online-Einkäufe werden abgebrochen, wenn die gewünschte Zahlungsart im Online-Shop nicht angeboten wird. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle W3B-Studie vom November 2008. An zweiter Stelle der Abbruchgründe werden langwierige Bestellvorgänge, gefolgt von zu hohen Lieferkosten.

W3B27 E-Commerce Abbruch

Weihnachts-Shopping im Internet

Wie alle Jahre wieder, wird es nun in der E-Commerce-Welt wieder spannend: Wie wird das Online-Weihnachtsgeschäft ausfallen? Steigt der Spaß am virtuellen Weihnachtseinkauf weiter an? Oder bekommt die Einkaufslust durch die Wirtschaftskrise einen Dämpfer?
W3B befragte in der Herbstumfrage über 25.000 deutschsprachige Internet-Nutzer nach ihren Internet-Nutzungsplänen in der Vorweihnachtszeit.

In den Vorjahren war das Weihnachts-Shopping im Internet immer für eine Erfolgsmeldung gut. Sechs Jahre lang stieg der Anteil der Nutzer, die ihre Weihnachtsgeschenke online einkaufen wollen, kontinuierlich an. Und nie blieb es bei den Online-Einkaufsplänen der Nutzer beim guten Vorsatz – vielmehr wurden diese tatsächlich auch in die Tat umgesetzt! Jahr für Jahr haben de facto sogar mehr Nutzer online Geschenke eingekauft als ursprünglich geplant.

In diesem Jahr deutet sich erstmals eine Trendwende an. Nach den neuen W3B-Ergebnissen scheint die Stimmung etwas gedrückt: Im Vergleich zum Vorjahr planen weniger Nutzer den Online-Einkauf von Weihnachtsgeschenken. In der Zeit von 2001 bis 2007 war der Anteil der Nutzer mit Online-Weihnachtsgeschenkkaufplänen von ursprünglich knapp einem Drittel auf zuletzt über die Hälfte der Nutzer gestiegen. Nun, im Jahr 2008, fiel der Wert erstmals um drei Prozentpunke zurück.
Verlauf der geplanten und tatsächlichen Einkäufe von Weihnachtsgeschenken im Internet

Produktbewertungen beeinflussen Kaufentscheidungen

Im Web 2.0 boomt der »User generated content« (UGC) – und dass nicht nur bei den unzähligen und zumeist unbedeutenden privaten Weblogs, sondern auch im Bereich E-Commerce. Immer mehr Online-Plattformen für Nutzermeinungen und -beurteilungen entstehen, auf denen Nutzer (fast) alles bewerten können, was sie käuflich erworben haben: Vom Toaster bis zur Urlaubsreise. Und die Online-Kunden machen regen Gebrauch von der Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Waren, Dienstleistungen und Anbietern an andere Nutzer bzw. Kaufinteressenten weiterzugeben. Doch schenken potentielle Kunden diesem unkontrolliert, nicht redaktionell erstellten Content, tatsächlich Vertrauen? Die Antwort lautet: Ja! Die Bedeutsamkeit des Internet für Kaufentscheidungen wird somit weiter untermauert.

Online-Nutzer vertrauen auf Nutzer-erstellte Produktbewertungen

Das Vertrauen der Internet-Nutzer in Produktbewertungen anderer Nutzer ist erstaunlich groß, so ein Ergebnis der aktuellen W3B-Studie. Es sind jeweils über 40% der Nutzer, die Nutzer-erstellte Bewertungen zu Produkten, Hotels oder Shops vertrauen. Allein Wikipedia-Einträge erzielen mit 58% einen noch höheren Wert hinsichtlich der Glaubhaftigkeit.

E-Commerce: Online-Einkäufer immer aktiver

Der Internet Shopping-Boom in Deutschland hält an: Die Anzahl der Online-Käufer und -Käufe steigt und steigt – Online-Anbieter melden Rekordumsätze. Für Internet-Nutzer ist das Einkaufen heute eines der wichtigsten Nutzungsziele des Internet. So geben drei Viertel der deutschsprachigen Internet-Nutzer an, dass Sie das Internet nutzen, um einzukaufen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue W3B-Benutzer-Analyse, die im April/Mai 2008 zum 26. Mal erhoben wurde. Was die Anzahl der getätigten Online-Einkäufe angeht, so geht der Trend steil nach oben. Gab es vor sieben Jahren ca. 18% aktive Online-Einkäufer mit mindestens 20 getätigten Einkäufen, sind es heute fast zwei Drittel.

Online-Einkäufer immer aktiver

Betrachtet man die getätigten Online-Einkäufe im Detail, wird die große Einkaufserfahrung der deutschsprachigen Online-Nutzer deutlich. Gerade 4% haben bisher noch kein einziges Mal im WWW eingekauft. Dagegen haben deutlich über 80% der Online-Nutzer haben 6 oder mehr Einkäufe im Internet getätigt.

Online-Einkaufserfahrung im Detail

Einkaufen im Internet – die Nutzer sehen nicht nur die Vorteile

Das Interesse am Online-Shopping ist ungebrochen: Zwei Drittel der Internet-Nutzer geben heute an, im nächsten Jahr »bestimmt« online einkaufen zu wollen. Dabei sind die von den Nutzern wahrgenommenen Vorteile des Einkaufens vielschichtig. Im Vordergrund stehen die Unabhängigkeit von Ladenöffnungszeiten sowie die gute Vergleichbarkeit von Preisen. Wobei Frauen und Männer durchaus unterschiedliche Betonungen setzen: Während die Frauen vor allem das positiv empfinden, was den Einkauf »convenient« macht: Die Unabhängigkeit von Ladenöffnungszeiten, unkomplizierte Bestellmöglichkeiten sowie die Zeitersparnis gegenüber dem »Offline-Einkauf«, schätzen Männer häufiger als Frauen die gute Vergleichbarkeit von Preisen. Neben den Vorzügen äußern die Nutzer aber auch Bedenken. Dabei zeigt sich, dass wie in den Vorjahren Befürchtungen hinsichtlich der Datensicherheit und der mangelnden Beurteilungsmöglichkeit der Produktqualität bestehen; mehr als jeder zweite Internet-Nutzer fürchtet sich vor unerlaubter Datenweitergabe.

Shopping im Netz: Mit Preissuchmaschinen auf Schnäppchenjagd

Um sich die beliebten Produkte, wie Bücher oder Kleidung beim Online-Einkauf zu sichern, machen die deutschsprachigen Internet-Nutzer regen Gebrauch von Preissuchmaschinen. Zu den Bekanntesten gehören Billiger.de, gefolgt von Guenstiger.de und Google Produktsuche. Alle genannten Web Sites sind bei über 80% der Internet-Nutzer bekannt und werden von gut 60% auch tatsächlich genutzt. Was die Vorbereitung von Kaufentscheidungen angeht, landen die Preisvergleichs-Web Sites hinter den unabhängigen Testberichten auf dem zweiten Platz. 59% der Internet-Nutzer machen davon Gebrauch.

Der Online-Einkäufer im Profil

Der Online-Einkäufer erweist sich beim Online-Zahlungsverkehr seit jeher als äußerst sicherheitsbewusst. So präferieren fast zwei Drittel die sichere Zahlung per Rechnung. Es folgen die Zahlung per Bankeinzug und die Kreditkarte. Die elektronischen Zahlungsmittel gewinnen jedoch an Beliebtheit: Immerhin 16% bevorzugen diese Zahlungsart, wobei die Nutzer vor allem auf Paypal vertrauen. Dabei erweisen sich die Online-Einkäufer bei der Ausgabebereitschaft keineswegs als knauserig. 26% sind bereit für einen Online-Bestellvorgang 500 Euro oder mehr auszugeben. Mehr als ein Viertel würde immer noch zwischen 100 und 500 Euro ausgeben. Dabei kaufen die Online-Shopper am Liebsten bei Ebay und Amazon.de.

Der W3B-Themenreports Electronic Commerce im WWW mit den aktuellen Ergebnissen aus der W3B-Studie kann direkt über Fittkau & Maaß bestellt werden.

Die Bedeutung des Mitmach-Internet für die Reisebranche

Jeder Dritte informiert sich bei Hotelbewertungs- und Meinungsportalen

Schon lange ist das Internet als Informations- und Buchungskanal aus der Reisebranche nicht mehr wegzudenken. Und der Markt bleibt in Bewegung: Immer mehr deutsche Internet-Nutzer informieren sich vor Reisebuchungen im Internet, immer mehr buchen auch tatsächlich online, so ein Ergebnis der aktuellen Internet-Studie »WWW-Benutzer-Analyse W3B«, deren Spezial-Report »Reisen im Internet« soeben erschienen ist. Ingesamt hat heute fast jeder dritte deutschsprachige Internet-Nutzer schon einmal eine Reise online gebucht; vor fünf Jahren war es nur jeder Fünfte.

Genutzte Informationsquellen vor Reisebuchungen

Kaum jemand bucht eine Reise, ohne sich vorab ausführlich informiert zu haben. So geben insgesamt über 90% der von W3B befragten deutschsprachigen Internet-Nutzer an, vor der Buchung einer Reise zumindest eine Informationsquelle heranzuziehen. Dabei sind auch heute noch sowohl Online- als auch Offline-Quellen bedeutsam. Das Ranking der beliebtesten Informationsquellen wird angeführt von privaten Empfehlungen durch Freunde, Bekannte oder Verwandte. An zweiter Stelle folgen Internet-Artikel und -Berichte. Ungefähr gleichauf liegen auf Platz drei die (Offline-)Beratung im Reisebüro sowie Web Sites von Reiseveranstaltern und -büros.
Eine wichtige Rolle hat sich im Reisesektor auch das Mitmach-Internet (»Web 2.0«) erobert: Immerhin über ein Drittel der Internet-Nutzer gibt bereits heute an, sich vor der Buchung einer Reise auch auf Hotelbewertungs- bzw. Meinungsportalen zu informieren. Sie betrachten diesen »user generated content« (die Bewertungen und Empfehlungen anderer Nutzer) als wichtige Informationsquelle bei der Vorbereitung ihrer Urlaubsbuchung.

Nutzung von Hotelbewertungsportalen ist zielgruppenabhängig

Besonders gefragt sind die auf Hotelbewertungs- und Meinungsportalen veröffentlichten Nutzermeinungen von Personen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, hier liegt der Anteil der Nutzer bei fast 40%. Unter denjenigen, die das Internet aktiv zum Buchen von Reisen nutzen, besucht sogar mehr als jeder Zweite Hotelbewertungs-/Meinungsportale, um sich vor seinen Reisebuchungen zu informieren.

Bei der Reisebuchung nutzen selbst Online-User auch Offline-Kanäle

Wenn es um das Buchen von Reisen geht, bleiben selbst für aktive Internet-Nutzer die Offline-Kanäle bedeutsam. Zwar gibt die Mehrheit (59%) der deutschsprachigen Internet-Nutzer an, Reisen am liebsten online via Internet buchen zu wollen – doch immerhin 50% buchen nach wie vor gern offline im Reisebüro.
Unter den beliebtesten Online-Buchungsorten stehen die Web Sites großer Reiseanbieter (z. B. TUI, Thomas Cook) mit 41% ganz oben auf der Liste, gefolgt von bekannten Reisebüros, die es auch außerhalb des Internet gibt (31%). Immerhin jeder vierte Nutzer bucht gern auf den Web Sites von kleinen, spezialisierten Reiseveranstaltern – ein Hinweis darauf, dass im Internet-Reisemarkt zwar die Großen die Nase vorn, die Kleinen aber ebenfalls durchaus gute Aussichten auf Erfolg haben.